Freitag, 15. April 2016

Portugal - Porto - Atlantic Ocean

Der Wind wehte so stark, dass ich mich fast nicht traute, den Steg zu betreten. Doch dann gingen wir vorbei an einer kaputten Absperrung und beobachteten das Tosen der Wellen. Was sollte ich zuerst fotografieren? Ich schloss die Augen und spürte wie meine Füße nass wurden. Das Wasser tobte über den Steg, wir waren mittendrin. Ich packte meine Kamera aus und fotografierte, diese Gewalt musste festgehalten werden. So konzentriert bemerkte ich nicht, wie der Wind immer heftiger wurde. Doch ich konnte noch nicht herunter. Da folgte ein starkter Windstoß und wehte meine Kappe weg, hinein in den Ozean, welcher sie sofort verschlang. "Na, immerhin war es nicht mein Hut", dachte ich nur. Lachend verließ ich schließlich auch den Steg und bahnte meinen Weg auf die Felsen am Strand. Einen nach den anderen erklomm ich und versuchte dabei, nicht hinzufallen. Schließlich saßen wir auf dem höchsten Stein von allen und blickte geradeaus in die Sonne. Die Möwen flatterten wild umher, ließen sich ab und an wie wir auf den Steinen nieder, oder flogen in Scharen davon. Schöne Schatten bildeten sie im Gegenlicht der Sonne, welches immer satter wurde, ein warmes Orange, das uns erwärmte. "Der perfekte Moment für ein Bier." Und der perfekte Moment überhaupt. Immer weiter sank die Sonne bis sie schließlich verschwand. Es war als würde sie uns Tschüss sagen, auf Wiedersehen ihr beiden.
                                                           
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Endlich habe ich mal wieder etwas gepostet. Und gerade bin ich dabei, meinen Blog vollständig zu überarbeiten mit einem TEMPORÄREN Header. Da muss definitiv ein anderes Bild rein, ein dunkleres und besseres :D Das hier habe ich gestern spontan geschossen. Alles zu seiner Zeit. Ich teile die Posts über Portugal in mehrere Teile ein und weiß auch nicht genau wieso ich mit dem allerletzten Abend beginne. Doch welche Rolle spielt das schon? Ich hoffe, euch gefallen die Fotos! Mel xx

Freitag, 19. Februar 2016

Heimat.

Ahh, ich sitze in der Bibliothek und ich kann mich absolut nicht mehr konzentrieren! Ich beschäftige mich gerade mit der Aufklärung, Katharsis, Toleranz, Religion und allem was Kant, Mendelssohn, Hegel etc. so dazu gesagt haben. Und es interessiert mich wirklich! Aber gerade... nein, gerade brauche ich einfach mal meine Ruhe. Daher sitze ich im Grimm-Zentrum auf einem der begehrten Plätze, welche man sich morgens hart erkämpft und schreibe statt an meiner Hausarbeit an einem Blogpost. Wenn das nur all die anderen Studenten wüssten, die gerade vom Erdgeschoss ins 5. OG laufen und wieder zurück, auf der unerbittlichen Suche nach einem Platz (Auch das bin manchmal ich.) Ich lache mir ein wenig ins Fäustchen. Gleich verschwinde ich ja, mein Seminar fängt bald an! Und auch dafür bin ich gerade nicht bereit. Jeden Tag fahre ich quer durch ganz Berlin, erst zum Praktikum, dann in die Bibliothek, dann ins Fitti, usw. Ein typischer Tag. Am Samstag dann nach der Bib zu einer Galerieeröffnung und anschließend zu einer Bar. Und ja, auch das ist Stress, positiver Stress zwar, aber es sist dennoch anstrengend. Ich bin absolut dazu bereit, das ganze für mein gutes altes Landleben aufzugeben, temporär natürlich! Oh nein, jetzt ist mein Sitznachbar wieder da und vermutet bestimmt, dass ich nicht wissenschaftlich arbeite. Zum Glück habe ich pseudomäßig die Bücher aufgeschlagen. Wie schön wäre es, jetzt in meinem Kinder/Jugendzimmer zu sitzen und zu lesen, Mama bringt frisch gepressten O-Saft nach oben, die frische Landluft (mit Kuhmistaroma) weht durch das offene Fenster, ein Traum. So sehr ich Stadtmensch bin, so sehr bin ich auch Landei. So richtig. Und heimatverbunden, so heimatverbunden! 

Längst wollte ich meine Weihnachtsfotos posten, aber dann war ich krank, dann musste ich arbeiten, dann Uni und und und. Und immer wieder hetze ich von Wohnungsbesichtigung zu Wohnungsbesichtigung. Außerdem regnet es und die Bahnen fahren auch wie sie wollen! Kein Wunder, dass man sich da nach der heimatlichen Idylle sehnt. Ein kleiner flauschiger Hund kommt morgens ins Zimmer getapst, schleckt mir als Morgengruß die Hand ab, unten steht der Vollautomat mit echten Kaffeebohnen bereit, die Küche ist sauber, es gibt keine Mitbewohner, die nie wirklich putzen und alles vollqualmen, man wird nicht mit KIZ zugedröhnt, sondern aus dem Fernseher ertönt eine Chopin Nocturne in b-Moll. Eine perfekte Welt.

Doch bald ist es wieder soweit und ich fahre nach Hause, mein letzter Arbeitstag rückt immer näher, nur mit dem Unikram muss ich gewaltig voran kommen, ohje. So lange betrachte ich unsere Weihnachtsfotos und lasse den Stadttrubel kurz hinter mir.

Hier also die zeitlich völlig unangebrachten Fotos:

Gut sind sie auch nicht! Es war dunkel, so dunkel :D


Die kleine Familie. <3

Immer diese Klischeefotos.

Polnisches Weihnachtsfutter.

Ben begnügt sich mit seinem Geschenkt - ein pinkes, grunzendes Schwein.

Ich poste nicht meine ganzen Geschenke, keine Sorge. Aber das hier ist auch so ein Ding. Als Kind habe ich mir in der Bücherei mal ein Buch ausgeliehen, in dem so ein Kuchenrezept drin war, welches definitiv mein Leben geprägt hat. Da aber Boris der Bär immer mein Favourite war, habe ich Kasimir backt nie besessen. Jetzt nach 22 Jahren, kann ich es meinem Bücherregal zufügen.
Geschenk an meine Eltern (wie viele Kinder können bitte mit ihren Eltern auf ein Rockkonzert gehen? :D)

Der Schatz. <3

Und zum Schluss: NOMNOMNOM.